Sobersensation

Party – Detox? Was fehlt uns eigentlich wirklich?

Interview mit Eventmanager und Gründer von Sobersensation

Lesezeit < 5 min.           

Ein guter Rausch und ausgefallene Partys sind aus Berlin nicht wegzudenken. Wer kennt das nicht? Jedoch befinden wir uns derzeit alle in einer Zeit, die große Veränderung mit sich bringt. Wenn ich so auf das Jahr zurückblicke, fällt mir auf: es sind nicht die Clubs und der Alkohol, der mir fehlt, nein. Es sind die Menschen, der Kontakt und die Momente, wenn der Beat meinen Körper durchströmt und ich schweißgebadet meinen Körper von der Tanzfläche zerre. 

Soziale Kontakte sind genau das, was uns alle ausmacht und gleichzeitig ist es gerade genau das was uns momentan dazu veranlasst umzudenken, die Chance ermöglicht neue Wege zu gehen. Gleichzeitig erlebe ich in unserer Gesellschaft, viele Menschen davon abhält die Gelegenheit zu erkennen um aus dem Hamsterrad auszusteigen. 

Genau das waren meine Beweggründe für meinen nächsten Interviewgast #marainberlin. Ich habe keine Kosten und Mühen gescheut und dafür einen Experten für dieses Thema kontaktiert: Gideon Bellin, Eventmanager und Gründer der Veranstaltungsreihe: Sobersensation.

In diesem Interview erfährst du:

    • wie aus einer Vision ein Movement entstanden ist
    • warum es gerade jetzt eine gute Zeit ist, in die Veränderung zu kommen
    • was Gideon geholfen hat damit umzugehen und wie er gerade jetzt die Zeit aktiv für sich und sein Business nutzt
    • welche Tipps Gideon und Steffen dir mit auf den Weg geben

 

Was bedeutet Sobersensation?

Sobersensation, ein Movement auch bekannt aus dem TV Beitrag von Pro Sieben Galileo in 2018. Gideon und Co-Founder Steffen haben es sich als Ziel gesetzt, eine besondere Alternative für Menschen zu schaffen, die gesundheitsbewusst leben, für Businessleute oder Menschen, die auch keine Lust mehr auf „den Tag danach“ haben. Für Menschen, die bereit sind, den echten Kontakt zu suchen und dabei den Mut haben, auch mal auf Ingwershots und Rübensaft raven zu gehen.

Wie ist die gemeinsame Vision entstanden?

Gideon: Die Idee kam mir vor 7 Jahren als ich als DJ auf einer türkischen Geburtstagsfeier während dem Ramadan aufgelegt habe und die Leute ausgelassen gefeiert haben. Auf meiner Weltreise entstand die Vision, die Veranstaltungsreihe in Berlin zu realisieren, wo ich danach zu meinem Eventmanagement Studium hinzog. Steffen habe ich auf einer Netzwerkveranstaltung kennengelernt, der neben Sobersensation als Fotograf und Videoproduzent tätig ist. Mit dem Movement möchten wir das Nachtleben etwas auf den Kopf stellen. Unsere Partys finden immer unter der Woche statt und zielen darauf ab, die eigenen Sinne anzusprechen, was für einen „Natural High“ Kick sorgt. Unser großer Durchbruch kam 2018 und mittlerweile sind wir neben allen großen Städten in Deutschland auch international unterwegs: Schweden, Island, Slowenien und Schweiz. Dann kam Corona.

Lockdown als Chance für einen Neuanfang?

Ich stelle fest, mir fehlen Menschen und Kontakte. Als Partygängerin, stelle ich mir die Frage: Bin ich alleine? Und wie geht ihr mit der Situation um?

Gideon: Alle Events wurden innerhalb einer Woche abgesagt. 30 DJ Gigs und die Kooperationen, unter anderem mit der DAK Krankenkasse mussten leider auf 2021 verschoben werden. Anfangs dachte ich die Partys können wieder im Sommer stattfinden, aber daraus wurde leider nichts. Anfangs haben wir noch Live-Partys gemacht. In den letzten Monaten haben wir uns dazu entschieden, mehr in die Planung zu gehen. Wir planen unseren Social Media Auftritt neu und kreieren einen eigenen Webshop. Es erscheinen demnächst unsere ersten eigene Produkte. Ich persönlich, habe den Lockdown in drei Phasen erlebt: Die erste Zeit würde ich als Schockstarre beschreiben: ich bin in ein emotionales Loch gefallen. Ich habe mich zurück gezogen und bin für den Anfang zu meiner Familie nach Frankfurt am Main gefahren. Dort war ich im Social Detox und habe die Zeit sehr viel mit mir, zum reflektieren, nachdenken und in der Natur verbracht. In der zweiten Phase, habe ich meinen ersten eigenen Podcast „Sobertalk“ zusammen mit Lia Schmökel von Nutrition Hub gelaunched. Ich habe angefangen, an meinen persönlichen Zielen zu arbeiten, wie Triathlon, Golfen sowie eine Alpenwanderung mit meinen besten Freunden gemacht.

 

„Sober Talk- dein Podcast für bewusstes feiern!“

Gideon: In dem Format zeigen wir dir gesunde Alternativen auf mit vielen lifehacks für den Alltag. Durch den Podcast geben wir unser Bestes, den Kontakt zu unserer Community aufrecht zu halten. Es wird auch wieder für alle, die Lust haben zum Jahreswechsel eine 30 Tage Detox Challenge geben.

Habt ihr konkrete Tipps was ihr eurer Community mit auf den Weg geben könnt?

Steffen: Ich habe angefangen jeden Tag für 10 Minuten Sport zu machen. Das kann ein Workout sein oder laufen in der Natur. Ich empfehle such dir irgendwas was dir Freude bereitet, egal ob Yoga, Workout oder Joggen. Des weiteren empfehle ich Vitamin D. Es ist wissenschaftlich bewiesen das sich beides positiv auf das Immunsystem auswirkt.

Auf auf Basis meiner eigenen Erfahrung, kann ich mich den Berichten von Gideon und Steffen nur anschließen. Ich selbst, hatte meinen ganz persönlichen Lockdown vor 4 Jahren bevor ich nach Berlin gezogen bin. Das war auch der Moment, indem ich Sobersensation kennengelernt habe. Für mich ein Movement, welches sich lohnt wenn man offen ist neue Wege zu gehen und Lust hat neue Leute zu treffen. Ach ja, und das Bild ist auf einem Event im Interview mit dem Sternmagazin entstanden, wo ich Gideon begleitet habe.

Meine persönlichen Tipps:

  1. Suche dir Weggefährten. Menschen, die dich unterstützen, die ähnliches schon einmal gemacht haben oder sich auf der gleichen Reise befinden. Das ist wichtig und motivierend. Das findest du zum Beispiel auf Plattformen wie Meetup, Facebook oder in Networkingveranstaltungen. Dj Tomekk hat zum Beispiel auch gerade seine Autobiographie veröffentlicht, wo er über sein Lebenswandel und persönliches Movement berichtet.
  2. Starte jetzt: Berlin bietet eine ganze Reihe von Möglichkeiten das zu suchen was dich erfüllt.
  3. Komm ins tun: ich habe mich gefragt, wie kann ich die Zeit jetzt sinnvoll nutzen, so ist nun auch final die Idee mit dem Blog entstanden.

Ich hoffe du konntest etwas für dich aus diesem Interview für dich mitnehmen. Egal, wo du gerade jetzt zum Jahresende stehst, es lohnt sich auf den Weg zu machen. Falls du mehr über Sobersensation erfahren möchtest, dann schau doch mal auf der Webseite vorbei, hier findest du den Podcast Sobertalk, und hier kommst du zum Beitrag von Pro Sieben Galileo.

Viel Spaß,

Eure Tamara

Bildquelle: Gideon Bellin

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